Syrien / Jordanien 11. Tag Petra

Ganztägige Besichtigung von Petra, der roten Felsenstadt der Nabatäer, die zu den imposantesten Ruinenstädten der Welt zählende Stadt des Totenkultes. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem anstehenden Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal. Am 6. Dezember 1985 wurde Petra in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Da das Gelände von Petra ziemlich groß war und die Touristen sehr vielfältig waren, wurden Laufhilfen in Form von Pferden, Eseln, Kutschen und Kamelen angeboten. Zum Schutz und zur guten Versorgung gab es deshalb vor dem Eingang in die Schlucht eine Tierklinik.

Wer kennst diese Kulisse aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ nicht?

An der Einmündung des Siq in den Talkessel steht das wohl berühmteste Bauwerk Petras, das fast 40 Meter hohe und 25 m breite, im hellenistischen Stil erbaute Khazne al-Firaun. Das „Schatzhaus des Pharao“, wie es von den Beduien genannt wurde, war in Wirklichkeit eines von zahlreichen Felsengräbern. Es wurde möglicherweise für den Nabatäerkönig Aretas IV. angelegt, der im 1. Jahrhundert v. Chr. regierte. Andere Forscher datieren das Khazne dagegen erst ins 2. Jahrhundert n. Chr., in die Zeit des Kaisers Hadian. Über einem Portikus aus sechs Korinthischen Säulen erhebt sich eine kleine, von zwei Halbgiebeln flankierte Tholos, ein Rundtempel. Zwischen den Säulen befinden sich verwitterte Reste von Relieffiguren. An der Urne, auf der Spitze des Rundtempels, sind Einschusslöcher zu erkennen. Sie gehen auf Flintenschüsse von Beduinen zurück, die einst versucht hatten, den vermeintlichen Schatzbehälter aufzubrechen. Die Urne besteht aber, wie der gesamte Bau und die anderen Königsgräber Petras, überwiegend aus massivem Fels.

Die „Fassadenstraße“.

Die „Gräber der Königswand

Nördlich des Theaters erhebt sich rechter Hand die so genannte „Königswand“. Auf halber Höhe reihen sich hier gleich 13 monumentale Grabtempel aneinander, die aufgrund ihrer Größe und Ausschmückung als Königsgräber gedeutet werden Dazu gehören etwa das „Palastgrab“, die größte Anlage in Petra überhaupt, das „Korinthische Grab“, das „Soldatengrab“ und das „Urnengrab“ aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. Dessen Felsenhalle birgt drei Grabnischen. Zudem verfügt es über einen von Säulen umstandenen Vorhof, der über einen gemauerten Unterbau erreichbar ist. Nördlich der sogenannten Königsgräber liegt das etwas kleinere „Grab des Sextius Florentinus“. Die Baustile der Gräber lassen nabatäische, griechische und römische Einflüsse erkennen.

Das Römische Theater

Auf dem Weg vom Khazne al-Firaun ins Zentrum Petras liegt linker Hand das Römische Thater aus dem 1. Jahrhundert. Es wurde 1961 entdeckt und von amerikanischen Archäologen ausgegraben.

Auch das Theater ist direkt aus dem anstehenden Fels gemeißelt worden und bot auf 33 Sitzreihen rund 5.000 Zuschauern Platz. Bei seinem Bau wurden einige Grabkammern freigelegt, die zuvor in das rückwärtige Felsmassiv getrieben worden waren. In solchen Schachtgräbern hatte man in der Antike die einfachen Bewohner der Stadt beigesetzt.

Das einstige Stadtzentrum

Senkrecht zur Königswand verläuft in Richtung Westen die „Säulenstraße“, die einstige Hauptverkehrsachse Petras. Während die in den Fels gehauenen Grabtempel die Jahrtausende überdauert haben, sind die Wohnhäuser der Nabatäer längst zerfallen.

Links und rechts der Säulenstraße haben sich aber noch Reste des Marktes, des „Temenos-Tors“, einer byzantinischen Basilika und mehrerer Tempel erhalten. Der größte davon, Qasr al-Bint Firaun aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. war möglicherweise den nabatäischen Hauptgöttern Dushara und Al-Uzza geweiht. Der heutige arabische Name bedeutet „Haus der Pharaonentochter“ und geht auf eine spätere Deutung durch die Beduinen zurück.

Der Aufstieg zum Kloster.

Die meisten Leute aus unserer Reisegruppe haben sich eins, der vorhin erwähnten, Gehhilfen geleistet, um die Stufen hinaus aus der Schlucht, zum obenliegenden Kloster zu erklimmen. Wir sind gelaufen und haben dabei ein bisschen mehr erlebt:

z. B. das „Lion Triclinium“

wunderschöne Ausblicke über die Schlucht

Das Kloster.

Hier gabs eine kleine Verschnaufpause.

Und nun ein paar Schritte weiter zum Aussuchtspunkt.

Und schon geht es den gleichen Weg wieder runter in die Schlucht.

Die Byzantinische Kirche.

Der Weg zurück.

Das Urnengrab.

…ohne Worte

Der Aufstieg zum Opferplatz.

Der Opferplatz und eine schöne Aussicht.

Nach Aufstieg kommt Abstieg ;)

Lion Monument

weitere Gräber

Und wieder zurück zum Ausgangspunkt: das Schatzshaus. Diesmal ohne viel Touristen, da es mittlerweile schon später Nachmittag wurde.

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