2. Tag Iran – Teheran

Teheran

Grundsätzlich muss man Folgendes zum Iran sagen:

Wenn man sich vollends von der negativen Propaganda gegen dieses Land hat einwickeln lassen und nicht bereit ist, seine Meinung zu ändern, ist ein Besuch wahrscheinlich sowieso eigens nicht erwünscht und zusätzlich auch sinnlos.

Wer allerdings etwas Neues kennenlernen möchte, oder sich eben von dieser negativen Meinung ggf. befreien lassen möchte, sollte vollends vorurteilslos in dieses Land reisen. Sicherlich nicht unvorsichtig (überall auf der Welt gibt es einzelne schwarze Schafe, die ein schlechtes Licht auf den Rest werfen) aber dafür bereit sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen.

Wir sind tatsächlich so begeistert, dass wir es jedem, der ein wenig abenteuerlustig ist, nicht 2 Wochen sinnlos am Strand verbringen möchte und die Erde ein Stückchen näher kennenlernen möchte, auf jeden Fall empfehlen würden.

Solch freundliche, hilfsbereite und zuvorkommenden Menschen erlebten wir bisher selten. Es ist kaum beschreibbar, wie sie uns verzaubert haben.
Sehr oft wurden wir angesprochen (nicht wie im türkischen Basar um etwas zu verkaufen) und ausgefragt. Wo kommt ihr her? Wie gehts euch? Wie gefällt euch das Land und die jeweilige Stadt?
Erlebt man das in Deutschland?
Verabschiedet wurde man IMMER mit „Nice to meet you!“
Habt ihr das in Deutschland schon oft erlebt, dass ein Fremder nach 3 Fragen zu euch sagt: „War schön, Dich kennengelernt zu haben!“?
Kaum standen wir keine Minute lang vor einem Schild und rätselten, was es bedeuten könnte, schon stand eine Meute Iraner um uns herum und fragte „Can I help you?“. Selbst die, die kein Englisch sprechen konnten fragten, ob sie uns helfen konnten. Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft ist auch in einer nicht verständlichen Sprache erkennbar.
Weitere Beispiele für die Freundlichkeit dieser Menschen folgen im Laufe der Erzählungen ;-)

Wir beide sind mit einer ziemlich bösen Erkältung bei 8° in Berlin gestartet. Heute waren es ca. 35° und SEHR trockene Luft. Deswegen, wegen dem ständigen Luftwechsel bei noch folgenden Inlandsflügen und bei teilweise funktionierenden Klimaanlagen, fiel es der Erkältung sehr schwer abzuhauen.

Davon haben wir uns aber nicht unterkriegen lassen und sind trotzdem losgezogen und haben uns die Stadt angeschaut.

Eingepackt im dicken Wintermantel und mit Kopftuch, was ja total normal ist bei diesen Temperaturen, brauchte Michaela ca. alle 5m eine Sitzbank um kurz auszuruhen. Frank dagegen im Tshirt hat fleißig Fotos geschossen.
Golestanpalast

In einem dieser kleinen Museen sprach uns eine Frau an. Sie fragte uns sehr interessiert woher wir kommen, ob es uns gefällt und ob wir Fragen hätten. Daraufhin hat sie Michaela gezeigt, wie man das Kopftuch am einfachsten binden kann.

Eine etwas längere Pause gönnten wir uns im Park-e Shahr. Ein andrer Gast fragte uns auch wieder woher wir kommen, und wie es uns gefällt. Schenkte uns ein wenig Gebäck. Nice to meet you.

Abends haben wir uns ein Restaurant aus dem Buch ausgesucht und nicht gefunden. Wir waren schon in der richtigen kleinen Nebenstraße, ein Iraner hat in das Buch geschaut und in eine Richtung gezeigt. Dieser sind wir gefolgt aber nochmals gescheitert. Wir fragten noch Einen und der ist gleich mit uns losgelaufen und brachte uns bis vor die leider verschlossene Tür des Restaurants. Auch er wusste vorher nicht, dass geschlossen ist. Wir sahen sicherlich hungrig aus und versuchten ihm nun klarzumachen, dass wir auch in ein andres Restaurant gehen würden (er konnte kein englisch sprechen). Er führte uns dann zum Nächsten. Das war ein sehr guter Tipp. Hat uns gut geschmeckt.

Übernachtung im Parastu Hotel in Teheran.

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