Bustrip Deutschland – Türkei – Kirgistan

Vorbereitungen

Zirka vier Wochen waren Zeit um alles vorzubereiten, Bus kaufen, Visa besorgen und Route planen. Ich benötigte ein Visum für Usbekistan, Kasachstan, Russland und Aserbaidschan. Für die ersten drei Länder hatte ich entschieden eine Visaagentur zu beauftragen und das Visum für Aserbaidschan wollte ich währenddessen elektronisch über einen aserbaidschanischen Reiseagent beantragen.
Das Problem war das usbekische Visum, was bis zu 20 Tage als Express in Anspruch nehmen kann. Zum Glück ging alles glatt, 400EUR ärmer waren alle drei Visa kurz vor Weihnachten im Pass.
Für das aserbaidschanische Visum mussten Hotelbuchungen nachgewiesen werden, leider wussten wir nicht wann wir wo übernachten werden. Zum Glück kann man bei booking.com alles kostenlos stornieren. 80AZN und 4 Tage Später hatte ich die Email mit dem Visum.
In der Zwischenzeit hatten wir auch einen passenden Bus gefunden (2.7l Diesel, 156 PS, 371000 km nicht mehr ganz fabrikneu), TÜV machen lassen und vom Verkäufer die noch offenen Schäden reparieren lassen. Jetzt musste noch die Sitzbank eingebaut werden, da der Bus ein Mercedes Sprinter Mixto in Transporterausführung war. Die erste Werkstatt weigerte sich, weil Sie das nochnie gemacht hatten. Zum Glück war meine Hauswerkstatt weniger problematisch und die Sitze warn rückzuck drinne. Der Dekra Mann war dann leider der Meinung das man den Bus nur mit einem Gesamtgewicht von 3,5t oder als Wohnmobil mit extra Sitzen ausstatten kann, jedoch nicht die Variante mit 2,8t. Und das zwei Tage vor Weihnachten! Daher haben wir uns kurzer Hand entschlossen die Sitze einfach nicht einzutragen und es bei der LKW Zulassung mit 2 Sitzen zu belassen. Wahrscheinlich kann im Osten eh keiner was mit einer deutschen Zulassung anfangen.

Pünktlich am 04. Januar war alles bereit um zu starten. Fast zehntausend Kilometer lagen vor uns.

1. Etappe – Tschechische Republik – Slowakei – Ungarn – Rumänien – Bulgarien – Türkei


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Die ersten zweitausend Kilometer verliefen im Prinzip eigentlich ziemlich geradlinig, den ganzen Tag fahren und zweimal Übernachten. Schon ist man in Istanbul.

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Start in der Frühe

Die Strasse nach Prag
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Willkommen in der Slowakei
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Willkommen in Ungarn
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Lecker Essen und annehmbare Unterkunft in der Nähe von Szeged.
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Willkommen in Rumänien
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Vignette kaufen, wieder mal
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Einige rumänische Leu.
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Rumänien ist nicht so runtergekommen wie man evtl. aus Erzählungen kennt, die EU hat ganze Arbeit geleistet und viel (vor allem die Strassen) aufgebaut.
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Sightseeing entlang der Strasse.
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Blick über die Donau nach Serbien
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Willkommen in Bulgarien, die große Brücke über die Donau ist gerade fertig geworden, und auch schon wieder baufällig:
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Bulgarien ist teilweise ziemlich runtergekommen, die Strassen sind auch in einem recht schlechtem Zustand. Ich denke hier werden noch viele EU-Gelder fließen.
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Das Motel in Ihtiman. Und schon geht es weiter Richtung Türkei.
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Die türkische Grenze: eine riesige bulgarische Flagge und ein riesiges Kreuz verabschieden uns.
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Über die Grenze ging es eigentlich recht problemlos, wir mussten mit dem Bus zur „Spezialdurchsuchung“. Die Grenzer haben aber nur einen flüchtigen Blick in den Bus geworfen. Aus irgendeinem Grund wollten die Grenzer meinen Fahrzeugbrief sehen, zum Glück hatte ich den eingepackt. Auf türkischer Seite begrüßt uns als erstes eine ziemlich große Moschee.
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Bulgarische Roma treiben ihr Unwesen auch in der Türkei.
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Frische Panzer um sich vor bösen Syrern zu schützen
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Angekommen in Istanbul, die ersten 2000km geschafft. Die Gassen Istanbuls sind eindeutig zu schmal für Busse.
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2. Etappe – Türkei – Georgien – Aserbeidschan


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Am nächsten Tag geht es weiter, eintausend Kilometer Türkei liegen vor uns.
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Über den Bosporus, und ziemlich zäh im Stau.
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Im asiatischen Teil wird es dann für so südliche Breitengrade doch recht kalt und Schnee wird für eine Weile unser Begleiter.
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Übernachtet haben wir irgendwo bei Trabzon, im Sommer wahrscheinlich ziemlich gut besuchter Schwarzmeerstand.
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Die Grenze zwischen der Türkei und Georgien war auch problemlos. Beide Grenzen gingen ziemlich schnell, nicht mal eine Haftpflichtversicherung muss gekauft werden, die grüne Versicherungskarte ist auch nicht gültig.
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Der Strand von Batumi wurde seit meinem letzten Besuch ziemlich hässlich zugepflastert, die Steine am Strand sind immer noch da.
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Baku nur 860km :)
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Georgien wirkt ziemlich heruntergekommen, was auch etwas am Winter liegen kann. Im Südwesten waren gerade die Orangen und Mandarinen reif, was für einiges entschädigte.
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Übernachtung in Tiflis und am nächsten Tag Richtung Aserbaidschan weiter. Die Grenze war schon etwas anspruchsvoller. Ich musste mich auf georgischer Seite an der TIR LKW Spur anstellen, da ausländische Autos nur da bearbeitet werden können. Zum Glück war nur ein LKW vor mir und die extra Wartezeit relativ moderat. Auf Aserbaidschanischer Seite mussten dubiose Zettel (davon war einer die Haftpflichtversicherung) gekauft werden, der Bus wurde mehrmals durchsucht. Keiner sprach ein Wort Englisch oder Deutsch, meine beiden russisch sprechenden Mitreisen mussten leider vor der Grenze aussteigen und durch das Terminal alleine gehen.
Das Procedere dauerte am Ende zwischen zwei und drei Stunden.
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Wir hatten dann in Yevlax einen nicht von uns verschuldeten Unfall mit einem georgischen Sprinter Bus, was uns fünf Stunden Zeit kostete. Lustig war die Alkoholkontrolle, die aus in einen Becher hauchen und den Arzt schnüffeln lassen bestand. Desweiteren hatte der Polizist beide Anschnallgurte hinter dem Sitz eingesteckt, dass es nicht piepst, wenn man auf dem Sitz sitzt. Am Ende hatten wir uns so geeinigt das unsere Versicherung den gegnerischen Schaden bezahlt, da wir unseren hätten in Baku reparieren lassen müssen, wir aber dazu keine Zeit mehr hatten. Zum Glück war nur die Stoßstange kaputt. Am späten Abend erreichten wir Baku.

3. Etappe – Aserbeidschan – Russland – Kasachstan


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Trotz der Verspätung vom Vortag haben wir den halben Tag genutzt um einen Spaziergang durch die Stadt zu machen.
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Am frühen Nachmittag wollten wir noch die Pirallahi Insel besuchen. Auf der Insel wird seid Ewigkeiten Öl gefördert, dementsprechende Mondlandschaft inklusive.
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Am Horizon kann man alte Ölförderanlagen sehen, als wäre es moderne Kunst.
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Im Norden der Insel herrscht eigentlich Fotografiervertbot, gemacht hab ich das trotzdem. Aus wir wieder Richtung Baku wollten hielt uns die Polizei an und beschuldigte uns getönter Scheiben hinten im Bus. Er hatte sogar ein Messgerät um uns zu zeigen das das viel zu dunkel ist. Ende vom Lied, Polizist fährt wieder weg und hat ringsum getönte Scheiben im Polizeiauto.
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Zurück in Baku erwarten uns erstmal 2h Stau wegen Strassenbau.
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Nur Allah hält diesen Lada zusammen.

Am späten Abend kommen wir an der Grenze zu Russland an. Auf der aserbaidschanischen Seite spricht niemand English und meine Mitfahrer müssen wiedereinmal den Weg durch das Terminal nehmen. Diesmal ist die Situation ziemlich festgefahren aber nach einer Halben Stunde kommt ein junger Russe, der auch über die Grenze möchte, an und kann übersetzen. Die meisten Fragen waren eigentlich nur Smalltalk, am Ende durfte ich ausreisen.

Dann ging es über eine relativ große Brücke, zu einem riesigen Tor. Wieder warten, bis das Tor aufging, dahinter die Grenzanlagen zu Russland. Laufzettel abgeholt und zum Check gefahren. Soweit, so gut, dann kam die Kontrolle im Bus. Die Miene der Grenzer verfinsterten sich zunehmend. Der Grund war das afghanische und die viele tadschikischen Visa in dem Pass meines Mitreisenden und mein Irakisches und tadschikisches Visum. Im Bus störten die Grenzer die angeschraubten Holzplatten vor den Blechplatten und der etwas lädierte Wagenhimmel. Dann müssten alle beweglichen Sachen zum Röntgen ausgeladen werden, dabei wurde mein Rucksack mit Werkzeug beschlagnahmt. Ich denke an diesem Punkt waren die Grenzer ziemlich sicher das wir islamische Terroristen sind. Jedenfalls sagten sie uns das wir zu einer Befragung durch einen Mitarbeiter vom Innenministerium (aka. FSB) müssten, der wurde gerade angerufen und ist auf dem Weg zur Grenze. Eine halbe Stunde später war er auch da und wir wurden befragt, was relativ locker vor sich ging, der etwa 25 Jahre alte Mann sprach sogar etwas Englisch. Im Prinzip ging es eigentlich nur darum was wir vorhaben, wo wir hinwollen und in welchen Ländern wir schon waren. Kein Wort mehr zu den verdächtigen Visa in den Pässen. Am Ende meinte er jedoch das wir trotzdem zum Fahrzeug röntgen müssen, die russische Polizei wäre gerade ziemlich nervös wegen der olympischen Spiele und schließlich ist das hier die Grenze zur Unruheprovinz Dagestan…
Es war ziemlich gut zu sehen was er damit meinte. Die russischen Grenzer schikanierten die kaukasisch aussehenden Leute, die auch über die Grenze wollten.
Nungut, jetzt konnten wir zum Röntgen, was ein ziemlich interessanter Prozess ist, wir durften mit in den Leitstand und am Ende den Beamten noch ein paar sehr verdächtige Details am Bus zeigen. Jetzt mussten nur noch die Einreisepapiere erledigt werden, was ca nochmal 1,5h dauerte, aber diesmal im waren Büro mit Tee und netten Plausch mit dem Beamten.
Die gesamte Prozedur hatte dann doch etwas über 8h gedauert, sodass wir erst mitten in der Nacht in Russland ankamen.

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Wir hätten eigentlich eine Autohaftplichtversichung kaufen müssen, da ich nur eine grüne Versicherungskarte ohne Russland (danke Kravag nochmal) hatte. Mitten in der Nacht hatte natürlich kein Verkaufsbüro offen.
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Erstmal mal Essen kochen und drüber nachdenken ob es eine gute Idee ist, mitten in Dagestan, in einem Dorf am Ende der Welt im Auto zu schlafen. Am Ende hatten wir uns entschlossen es mit der grünen Karte zu versuchen, bei Nacht kann man nicht wirklich erkennen das RUS durchgestrichen ist, soweit der Plan.
Am ersten GAI (heutzutage heißen die DPS, aber GAI klingt lustiger) Checkpunkt waren die Polizisten ziemlich aufgeregt, es gäbe im Ort eine Schießerei, wir sollten doch möglichst so schnell wie möglich verschwinden. Kein Problem, das war ja genau das was wir vor hatten. Das ganze funktionierte auch noch weitere 5 Kontrollstellen, beim 7. hat der Polizist dann doch genauer hingeschaut und natürlich gemerkt das RUS durchgestrichen ist. Großes Palaver, der Knabe hat angedroht die Schilder per Interpol nach Deutschland zu schicken, 100 USD haben ihn dann doch umstimmen können, nur mussten wir dann doch warten bis Morgen wird und der Verkäufer im Versicherungsbüro auftaucht.
Die Nacht verlief ohne weitere Zwischenfälle und zur Freude aller war gleich neben unserem Bus ein Cafe was frischen Tee verkaufte. Dann haben wir die Versicherung gekauft und die Fahrt konnte weitergehen.
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Endlos viele Checkpoints, alle mit riesen langer Schlange an Autos.
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In dem Ort an der Grenze zu Tschetschenien führte die russische Armee gerade irgendein Manöver durch…deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan deutschland - türkei - kirgistan
Neue riesige Moscheen und glizernde Hochhäuser übertünchen was die Russen in den 1990ern angerichtet haben.
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Auf dem Globus steht: „Grozny, der Mittelpunkt der Welt.“
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Auch hier: alles neu und protzig.
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Weiter geht die Fahrt nach Norden, dummerweise wieder zurück nach Dagestan. Zwei Checkpoints waren richtig schlimm, jeweils über 4h warten.
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Am nächsten morgen, Ankunft in Astrachan, mitten im Wolga Delta.
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Die Pontonbrücke über den Buzanfluss war wegen Eis entfernt worden, als Ersatz gab es eine sehr vertrauenserweckende Fähre.
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Die Grenze zu Kasachstan war eigentlich recht problemlos, Russland und Kasachstan sind eine Zollunion, deswegen gib es auch keine Customs zwischen den Ländern, Pass checken, Formular ausfüllen und fertig.
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Willkommen in Kasachstan, dem reichsten Land der Welt… nur die Strassen sind noch nicht neu.
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Kasachsatan haben wir leider nur bei Nacht gesehen, es gab einen kurzen Stopp in Atyrau, einer Erdölstadt mit nicht viel mehr zu sehen.

4. Etappe – Usbekistan


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Die 80km vor der Usbekischen Grenze waren nicht asphaltiert, dazu noch Nachts, eine wahre Freude.
Am Ende dann ein riesiges Eisernes Tor mitten auf der Wiese, die Grenze. Die Ausreise aus Kasachstan ist normalerweise relativ problemlos, nur die Ausfuhrgenehmigung für den Bus nahm etwas Zeit und Sucherei in Anspruch.
Ganz anders Usbekistan, da musste wirklich alles ausgeräumt werden, und alles über 50 EUR Wert auf dem Zollformular vermerkt werden. Längere Diskussionen gab es über meine Koffein Tabletten, ob das nun Drogen sind oder nicht. Am Ende mussten wir noch zwei Grenzbeamte mitnehmen und in der nächsten Stadt (nur 250km entfernt) absetzen. Zwischendurch mussten wir noch in irgendeinem halb verlassenen Dorf anhalten und auf die Knaben warten. Unseren Plan direkt zum Aralsee zu fahren mussten wir für diesen Tag dann schon aufgeben.
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In Usbekistan gibt es an den öffentlichen Tankstellen keinen Diesel, sofern es überhaupt Benzin zu kaufen gibt.
Wenn Diesel zu kaufen ist, sieht man das an einer 200m langen Schlange an Autos. Wir für unseren Teil mussten Diesel auf dem Schwarzmarkt von Privatpersonen kaufen. Zum Glück wussten unsere beiden Grenzergäste wo es welchen gibt.
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Übernachtet haben wir in Nukus und am nächsten Tag ging es weiter nach Moynak nahe (früher an) dem Aralsee.
Die größte menschen gemachte Umweltkatastrophe.
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In Usbekistan gibt es den letzten Schiffsfriedhof.
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Der Ort selbst ist recht trostlos, wer kann zieht weg. Wer bleibt wird ziemlich sicher krank. Sand-, Salz und Pestizitstürmen sei dank.
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Nach dem Besuch am Aralsee ging unsere Fahrt durch die usbekische Wüsste nach Khiva.
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Die Brücke weckt Vertrauen.
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Khiva ist eine uralte Oasenstadt am Amudarja, mit recht gut erhaltener Altstadt.
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Am nächsten Tag dann weiter nach Bukhara.
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Feldweg wechselt sich mit deutscher Autobahn ab.
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Bukhara ist seid 1993 Weltkulturerbe.
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Hier mussten wir auf dem TIR Parkplatz Diesel beim Iraner aus einem Container kaufen, dieser war überhaupt nicht erfreut als ich das ganze fotografieren wollte.
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Vorbei an usbekischer Industrie nach Samarqand. Es ist eine der ältesten Städten der Welt und die bedeutendste Stadt des persischen Achämenidenreiches.
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Das Gur-Emir Mausoleum.
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Der Registan Platz.
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Das Schahi-Sinda:
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Um zum Schluss noch das Ulug Begs Observatorium:
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Kurzer Abstecher nach Taschkent.
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Die Grenze nach Kirgisistan war für Usbeken und Kirgisen geschlossen, deswegen war sie für Ausländer auch nur tagsüber geöffnet. Da wir mitten in der Nacht da waren, mussten wir warten bis morgen wurde.
Dann ging der ganze Zauber von vorne los, endlose Gepäckkontrollen, Formulare ausfüllen und so weiter. Zum Glück waren wir fast die Einzigen an der Grenze und kamen so verhältnismäßig schnell durch.
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5. Etappe – Kirgistan

In Osh angekommen standen einige Besuche auf dem Plan.
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Sprinter Motor, frisch Überholt, fertig zum Einbau.
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Samsa, sehr lecker.
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Jalal-Abad
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Die Strasse von Osh nach Bischkek führt mitten durch das Tien Shan Gebirge, über den Tuu Ashu Pass mit einer höhe von über 3600m. Wir waren leider die meiste Zeit nachts unterwegs und hatten stellenweise -33°. Am Straßenrand standen viele eingefrorene LKWs, die Fahrer versuchten mit Flammenwerfern, die Motoren wieder aufzutauen. Wir sind so schnell wie möglich ohne viel Anhalten gefahren, das unser billiger usbekischer Diesel nicht doch noch gefriert.
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Gesamtstrecke 9858,90 km.
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