Riesengebirge 2. Tag Schneekoppe

Am Samstag sind wir dann auf die Schneekoppe gewandert. Anhand dieser Wegbeschreibung:

Durch den Melzergrund

An der Bushaltestelle Bialy Jar in Karpacz beginnt der Aufstieg: Mehrere Markierungen im Wald leiten neben der Lomnitz (Lomnica) aufwärts. Nach 10 Minuten zweigt die Markierung »rot« an der ersten Straße links ab, folgt kurz der Straße und biegt beim Hotel Orlinek rechts in den Wald ab.

Nach Queren des von Bachtälern durchfurchten Hangs stößt »rot« in den Melzergrund (Kociol Lomniczki). Hier lädt das Schronisko Nad Lomniczka (Melzergrundbaude) zur Rast, und nun beginnt der Weg durch den Schlussbereich des Tals.

Er folgt immer in etwa dem über Blockwerk springenden Bach. Die größten Sprünge vollführt die Kleine Lomnitz im Wasserfall Wodospad Lomniczki.

Auf dem letzten, steilen Abschnitt des Wegs erinnert eine Gedenkstätte an Lawinenopfer,

dann mündet »rot« beim Schronisko Dom Slaski auf den ebenfalls rot markierten Freundschaftsweg. Hier machten wir schon das erste „Gipfelfoto“, da der Gipfel in dicke Wolken gehüllt war.

Der Schlussanstieg zur Schneekoppe erfolgt auf dem rot markierten Kammweg, einen steilen, steinigen, kettengesicherten Serpentinensteig, dem so genannten Zickzackweg.

Dies ist nun das Gipfelfoto in den sehr schnell und heftig vorbeiziehenden Wolken.

Nach dem Abstieg von der Schneekoppe

biegen wir am Schronisko Dom Slaski rechts ab und folgen der schwarzen Markierung. Sie leitet auf der Slaska Droga (Schlesierhausweg) aussichtsreich hinüber zur Bergstation des Sessellifts

und kurvt dort links hinab in den lawinengefährdeten BialyJar (Seiffengrube). Der Name Bialy Jar steht für eines der schlimmsten Lawinenunglücke im Riesengebirge: Am 20. März 1968 kamen hier 19Menschen ums Leben.

Vom Bialy Jar zieht »schwarz« rasch abwärts und stößt schließlich wieder auf die Lomnitz, neben der es hinab zum Ausgangspunkt geht.

Die mittelalterliche Holzkirche „Wang“ ist die interessanteste Sehenswürdigkeit von Karpacz. Ende des 12. Jahrhunderts am See Vang im Süden Norwegens errichtet, gelangte sie auf Initiative des aus dem nahegelegenen Ort Bukowiec stammenden Herrn von Reden an ihren heutigen Standort. Ein Teil der Elemente ist noch im Original erhalten. Bei den übrigen handelt es sich um Kopien, die in der Umgebung ansässige Handwerksmeister angefertigt haben. Neben der Kirche steht das Pfarrhaus der Evangelisch-Augsburgischen Gemeinde.

Anschließend haben wir in Karpacz noch lecker gegessen und sind nach einem Bier am Schlosskamin tot ins Bett gefallen.

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