Weissrussland / Belarus 24.05. bis 29.05.2012

Als Kurztrip hatte ich mir schon immer einmal vorgenommen mit dem Auto nach Weissrussland zu fahren.

Wenns denn so einfach wäre, um ein Visum zu bekommen braucht man entweder eine von einem weissrussischem Notar beglaubigte Einladung oder Hotelbuchhungen. Mangels Verwandschaft in Weissrussland entschied ich mich für die Hotelvariante. Ein netter älterer Herr buchte für mich die völlig überteurte Hotels. Dem 60Eur Visum und dem Besuch im Totalitarismus stand nix mehr im Weg. Naja.. bis auf 900km durch Polen und die Grenze. Durch Polen entschied ich mich für die „kurze“ Strecke per Breslau nach Brest, das erste Stück Autobahn ist echt okay, aber in Mittelpolen wurde die Landstrasse dann teilweise einspurig! Da es schon recht spät war, entschloss ich mich vor der Grenze in Terespol zu nächtigen. Blöder Weise gibt es in Terespol kein einziges annehmbares Hotel, also wieder paar km die Strasse zurück, da war was ganz passendes.

Am nächsten morgen ging es zur Grenze, ich war schon vor 700 Uhr wach, das konnte nur gut sein.

Weissrussland

Falsch gedacht, das ganze hat dann am Ende doch 7h gedauert. Als EU Einwohner, aber nicht Pole, muss man nämlich sein Auto verzollen. Das wusste ich freilich nicht, also erst mal zum „green channel“, warten bis man ganz vorne steht, dann ein freundliches „njet“ und Wink zum „red channel“. Hier standen die ganzen Autos mit deutschen Nummernschildern, aber keinem einzigen Deutschen darin.
Pro 30-45 Minuten ging es doch echt ein Auto weiter. Bei der ganzen Warterei freundet man sich doch mit dem Einen oder Anderem an, auch wenn man nicht die selbe Sprache spricht. Zum einen waren da Armenier, die in Prag wohnen (aber nur ein Visum für zwei Personen hatten) oder Polen die nach Brest zum Motoradwettbewerb fahren wollten, und da Ihr Moped verzollen müssen. Irgendwann war ich wirklich an der Reihe, die Spannung steigt. Als erstes wollte man meine Krankenversicherung sehen. Ich hatte eine vom ADAC und hatte gehört das die unter Umständen auch da anerkannt wird. Leider war es nicht so, also musste ich eine belorussische erwerben, 4Eur, jetzt konnte mir nix mehr passieren :)
Den Einreisestempel gab es recht schnell, im Anschluss ein komplett russisches Verzollungformular ohne Übersetzung oder Kommentierung, dazu keinen Grenzer der nen Brocken Englisch oder Deutsch konnte.
Zum Glück halfen mir zwei junge Russen, die mir sagten, ich müsse ins Gebäude zur „Ausfüllhilfe“.
Im Gebäude fand ich wirklich das Büro der Ausfüllhilfe, die für ein kleines Endgelt (40000BYR) die Formalitäten erledigte. Dummerweise standen vor mir alle mit deutschen Kennzeichen, die Ihr Auto importieren wollten….

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Am Ende hatte ich doch alle Zettel zusammen, alle Stempelchen gesammelt, mei Auto innen checken lassen und konnte zur Endkontrolle. Die Frau mittleren Alters tippte alles sichtlich genervt in Ihren Rechner ein, am Ende gabs den Immigration Schein und das Zolldokument, das man keines falls verlieren dürfe. 7h und 45 Minuten später war ich also in der letzten Diktatur Europas!

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Zuerst zur Festung von Brest, sehr pathetisch.

Dann die Straße direkt nach Minsk. Die Autobahn ist sehr gut ausgebaut, gespickt mit Radarfallen und GAI Posten.

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Minsk, yay!

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Ausblick aus dem Hotel Yubileiny, eine Nacht 75$, 80er Jahre Flair inbegriffen.

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Kaufhaus GUM

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Platz der Republik

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Ja, Weissrussland!

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der Zirkus

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JPEG Artefakte

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der Fernsehturm

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der Obelisk des Sieges

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unter dem Obelisk gab es ein nachgestelltes Feuer

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In dem Haus wurde die kummunistische Party gegründet.

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das Museum des „Großen Vaterländischen Kriegs“

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in dem Gebäude arbeitet Lukaschenko

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Büste von Felix Dzerzhinsky, dem Gründer des KGB.
Selbst in Moskau hat man seine Denkmäler entfert, nicht so hier.

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das KGB Hauptquartier.

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das Parlament, hier wird nicht so sehr viel entschieden.

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Als nächstes stand ein kleiner Ausflug nach Katyn auf dem Programm,

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dann ein weiterer zum Hügel der Herrlichkeit.

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ein Chemnitzer Nummernschild :)

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die Insel der Tränen, ein Denkmal für die Soldaten des Afghanistanfeldzugs

 

Am nächsten Tag ging es weiter nach Gomel im Südosten.

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Durch das Gebiet welches durch die Kathatrophe von Chernobly stark belastet wurde. Die Schilder stehen direkt an der Haupstrasse, ich habe es vorgezogen lieber nicht in den Wald zu gehen.

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Im Gebiet gibt es bewohnte Ortschaften und Spielplätze direkt neben der Strasse im Wald.

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Ich bin dann von der M8 auf die P38 abgefahren um noch etwas weiter in die Zone (an die russische Grenze) zu kommen. Im Bradt Weissrussland Guide stand was von einer Stadt, die verlassen sein soll, aber bewacht werden würde. Leider hatte ich keine genaue Karte, aber es gab genug Strassenschilder, die zu anderen verlassenen Orten zeigten. Die Strassen waren nach 25 Jahren recht gut in Schuss, nur ein bissl zugewachsen.

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in machen Häusern wohnen noch / wieder Leute…

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eine Dekonterminationsanlage, im Hintergrund ne Schutthalde mit den resten verstrahlter Häuser…nirgendwo ein Mensch zu sehen.

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Besuch in Vetka, einer Stadt am Rand einer gesperrten (mehr oder minder) Zone (40 curie/m²), welche bizarr normal wirkte. Kinder spielen im Springbrunnen, Leute gehen spazieren, nur mein Ziel, das lokale Museum war abgebrannt.

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Übernachtung in Gomel, im Hotel Tourist. Gomel ist eine nette Gartenstadt, mit nem Park, einem Schloss, einem Fluss, mitten strahlenden Gebiet.

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Die Rückfahrt nach Brest wahr sehr schnell und gut, mangels Blitzer und GAI Posten. An der Grenze musste ich wieder 5h warten.

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